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Brennende, müde, gerötete oder tränende Augen gehören zu den häufigsten Beschwerden in der augenärztlichen Praxis. Viele Betroffene greifen reflexartig zu Augentropfen – oft mit kurzfristiger Besserung, aber ohne nachhaltigen Erfolg. Der Grund dafür liegt meist darin, dass trockene Augen komplexer sind, als sie auf den ersten Blick erscheinen.
Die Rolle der Meibom-Drüsen
In den meisten Fällen liegt kein reiner Tränenmangel vor. Viel häufiger ist der Tränenfilm instabil, weil die fettige Schutzschicht nicht richtig funktioniert. Verantwortlich dafür sind oft die Meibom-Drüsen am Lidrand, deren Aufgabe es ist, das schnelle Verdunsten der Tränen zu verhindern. Bildschirmarbeit, seltenes Blinzeln, Klimaanlagen, trockene Raumluft oder hormonelle Veränderungen verschlechtern diese Situation zusätzlich.
Typisch ist dabei ein paradoxes Phänomen: Die Augen fühlen sich trocken an, tränen aber gleichzeitig. Das ist kein Widerspruch, sondern ein Zeichen dafür, dass der Tränenfilm qualitativ gestört ist.
Präzise Diagnostik und Therapie
Moderne Augenheilkunde setzt daher auf eine präzise Diagnostik der Augenoberfläche. Erst wenn klar ist, welche Schicht des Tränenfilms betroffen ist, kann gezielt behandelt werden. Neben individuell abgestimmten Tränenersatzmitteln spielen konsequente Lidrandhygiene, Wärmeanwendungen und moderne Licht- oder Wärmetherapien eine zentrale Rolle.
Als Augenarzt in Wien alle Kassen erlebe ich häufig, dass Patient:innen jahrelang nur Symptome behandeln, ohne die Ursache zu kennen. Im Augenzentrum am Stadtpark liegt der Fokus daher auf einer nachhaltigen Therapie – mit dem Ziel, die Augenoberfläche langfristig zu stabilisieren und den Sehkomfort im Alltag deutlich zu verbessern.