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Wenn gerade Linien plötzlich wellig erscheinen oder Buchstaben in der Mitte verschwimmen, sorgt das bei Betroffenen oft für große Verunsicherung. Häufig wird zunächst an eine falsche Brille gedacht – doch nicht selten steckt ein Makulaloch dahinter.
Was ist ein Makulaloch?
Ein Makulaloch ist eine kleine Öffnung im Zentrum der Netzhaut, der sogenannten Makula. Dieser Bereich ist für das scharfe Sehen, Lesen und Erkennen von Gesichtern verantwortlich. Schon kleine Veränderungen können daher große Auswirkungen auf die Sehqualität haben.
Ursachen und Symptomatik
Die häufigste Ursache ist ein altersbedingter Zug des Glaskörpers an der Netzhaut. Dieser Prozess verläuft meist langsam und schmerzfrei. Da oft nur ein Auge betroffen ist, bleibt die Veränderung anfangs unmerkbar. Erst wenn das gesunde Auge abgedeckt wird, fällt auf, dass Linien verzerrt sind oder ein grauer Fleck in der Bildmitte besteht.
Moderne Diagnostik und Behandlung
Die Diagnose erfolgt zuverlässig mittels OCT, einer hochauflösenden, schmerzfreien Schichtaufnahme der Netzhaut. Ein Makulaloch heilt in der Regel nicht von selbst. Die wirksamste Therapie ist eine mikrochirurgische Operation, bei der der Zug beseitigt wird und sich das Loch im Verlauf schließen kann.
Entscheidend ist der Zeitpunkt. Je früher ein Makulaloch erkannt wird, desto besser sind die Erfolgsaussichten für eine funktionelle Verbesserung des Sehens. Verzerrtes Sehen ist daher kein normales Alterszeichen und sollte immer zeitnah augenärztlich abgeklärt werden.
Als Augenfacharzt Wien lege ich großen Wert darauf, solche Veränderungen früh zu erkennen und gemeinsam mit den Patient:innen die nächsten Schritte ruhig und strukturiert zu planen.