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Das Glaukom, oft als Grüner Star bezeichnet, gehört zu den gefährlichsten Augenerkrankungen – gerade weil es lange Zeit unbemerkt bleibt. In frühen Stadien verursacht es weder Schmerzen noch spürbare Sehverschlechterung. Währenddessen gehen jedoch Sehnervfasern unwiederbringlich verloren.
Der schleichende Gesichtsfeldverlust
Das Problem liegt darin, dass der Verlust des Gesichtsfeldes schleichend von außen nach innen verläuft. Zunächst verschwinden Bereiche am Rand des Sehens, die vom Gehirn kompensiert werden. Erst wenn zentrale Bereiche betroffen sind, bemerken Betroffene Einschränkungen – zu einem Zeitpunkt, an dem bereits erheblicher Schaden entstanden ist.
Risikofaktoren und Diagnostik
Der häufigste Risikofaktor ist ein erhöhter Augeninnendruck, doch auch normale Druckwerte schließen ein Glaukom nicht aus. Durchblutungsstörungen, genetische Faktoren und die individuelle Empfindlichkeit des Sehnervs spielen ebenfalls eine Rolle. Genau deshalb ist das Glaukom keine Erkrankung, die man selbst bemerkt, sondern eine, die aktiv gesucht werden muss.
Die Diagnostik umfasst mehrere Bausteine:
Messung des Augeninnendrucks
Beurteilung des Sehnervenkopfes
Gesichtsfelduntersuchungen
Moderne bildgebende Verfahren (z.B. OCT)
Erst die Gesamtschau erlaubt eine sichere Einschätzung des Risikos und des Krankheitsverlaufs.
Behandlungsmöglichkeiten
Ziel der Behandlung ist es, den Augeninnendruck dauerhaft zu senken. In vielen Fällen gelingt dies mit Augentropfen. Bei geeigneten Formen kann eine Laserbehandlung wie die SLT eine effektive Alternative oder Ergänzung darstellen. Wichtig ist die konsequente und langfristige Therapie, da ein einmal geschädigter Sehnerv nicht regeneriert werden kann.
Als Augenarzt Wien im Augenzentrum am Stadtpark begleite ich Glaukompatient:innen oft über viele Jahre. Regelmäßige Kontrollen, Therapieanpassungen und Vertrauen sind entscheidend, um das Fortschreiten zu stoppen.
Das Glaukom ist kein Schicksal, dem man hilflos ausgeliefert ist. Früh erkannt und konsequent behandelt, lässt sich das Sehvermögen in den meisten Fällen erhalten. Genau deshalb ist Vorsorge so wichtig – besonders ab dem mittleren Lebensalter oder bei familiärer Vorbelastung.