Das Glaukom ist eine Gruppe von Augenerkrankungen, die den empfindlichen Sehnerven schädigt. Unbehandelt führt dies zu bleibenden Gesichtsfeldausfällen und kann bis zur Erblindung führen. Regelmäßige Kontrolle beim Augenarzt ist entscheidend, da dieser Sehverlust nicht rückgängig gemacht werden kann. Glaukom "Grüner Star"
Was ist der Grüner Star (Glaukom)?

Als Glaukom wird eine Gruppe von Augenerkrankungen bezeichnet, bei denen die empfindlichen Nervenzellen des Sehnerven und der Netzhaut dauerhaft geschädigt werden.

  • Der Sehnerv ist das „Kabel“, das die visuellen Informationen vom Auge zum Gehirn überträgt. Wird es beschädigt, entstehen dauerhafte Gesichtsfeldausfälle.
  • Ursache: Oft geht die Erkrankung mit einem erhöhten Augeninnendruck einher. Dieser Druck entsteht, wenn das Kammerwasser (eine klare Flüssigkeit im Auge) nicht mehr ausreichend abfließen kann.
  • Wichtig: In manchen Fällen tritt die Schädigung auch bei normalem oder niedrigem Augeninnendruck auf (Normaldruckglaukom). Entscheidend ist die individuelle Empfindlichkeit Ihres Sehnervs gegenüber Druck oder Durchblutungsstörungen.
Der Druck im Auge

Eine klare Flüssigkeit, das sogenannte Kammerwasser, zirkuliert fortlaufend im Inneren des Auges. Normalerweise steht die Menge an produziertem und abfließendem Kammerwasser im Gleichgewicht, wodurch der Augeninnendruck (IOP) in einem sicheren Bereich bleibt.

  • Normalbereich: Der durchschnittliche Augeninnendruck liegt bei Erwachsenen zwischen 9 mmHg und 21 mmHg.
  • Erhöhtes Risiko: Liegt der Druck dauerhaft über 21 mmHg, steigt das Risiko einer Schädigung.
  • Sichere Diagnose: Dr. Nicolae beurteilt nicht nur den Messwert, sondern auch die individuelle Empfindlichkeit Ihres Sehnervs.
Warum ist das Glaukom so gefährlich?

Das Glaukom wird oft als „stiller Dieb des Sehens“ bezeichnet, da es in den frühen Stadien keine Schmerzen oder Beschwerden verursacht.

  • Unbemerkter Verlauf: Die Erkrankung kann bis zu 80 % des Sehnervs schädigen, bevor Sie Einschränkungen im Gesichtsfeld bemerken.
  • Irreversibler Schaden: Leider sind diese Gesichtsfeldausfälle nicht reversibel – was verloren ist, bleibt verloren.
  • Entscheidend ist die Früherkennung: Nur regelmäßige Kontrollen können eine Schädigung verhindern bzw. die Erkrankung stabilisieren und das weitere Fortschreiten der Ausfälle aufhalten.
  • Risikofaktoren: Besonders Menschen mit familiärer Vorbelastung, höherem Alter, Diabetes oder stärkerer Kurzsichtigkeit sollten regelmäßig zur Kontrolle.
 
Die Symptome

Die Beschwerden variieren stark, je nachdem, welche Form des Glaukoms vorliegt:

Chronisches Glaukom (häufigste Form)Akuter Glaukomanfall (Notfall!)
Verläuft meist schmerzlos und unbemerkt.Plötzlicher, starker Augendruckanstieg (bis zu 80 mmHg).
Symptome sind schleichend: Verschlechtertes Nachtsehen, Auftreten von blinden Flecken.Symptome sind heftig: Intensive Schmerzen im Auge, starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen.
Allgemeine Anzeichen: Lichthöfe um Lichtquellen, Kopfschmerzen bei schwachem Licht.Notfall: Hier muss sofort ein Augenarzt aufgesucht werden.

Hinweis: Diese Beschwerden unterscheiden sich deutlich vom Grauen Star (Katarakt), dessen Sehverlust durch eine Operation vollständig wiederhergestellt werden kann.

Moderne Diagnose im Augenzentrum

Dr. Nicolae nutzt hochpräzise Diagnosesysteme, um das Risiko genau einzuschätzen und die Therapie frühzeitig zu beginnen.

  • Optische Kohärenztomographie (OCT): (Goldstandard) Ein bildgebendes Verfahren, das die Dicke und Struktur der Sehnervenfasern und der Netzhautschichten misst – entscheidend für die Früherkennung.
  • Perimetrie (Gesichtsfeldtest): (Goldstandard) Beurteilt den vollen Umfang Ihres Sehvermögens, um blinde Flecken oder Ausfälle zu erkennen, die durch das Glaukom verursacht werden.
  • Tonometrie: Misst den Augeninnendruck (IOP) – entweder berührungslos oder sanft mit einem Tonometer.
  • Ophthalmoskopie: Untersuchung des Sehnerven im hinteren Teil des Auges mit einem Mikroskop.
  • Gonioskopie: Untersuchung des Abflusswinkels des Auges, um die genaue Glaukomform zu bestimmen (Offenwinkel- vs. Engwinkelglaukom).
Behandlung und Therapie

Glaukom ist eine chronische, fortschreitende Erkrankung, die eine lebenslange Behandlung erfordert, um einen weiteren Sehverlust zu verhindern.

Zu den Behandlungsoptionen zur Senkung des Augendrucks gehören:

  1. Augentropfen: Die Standardbehandlung, um den Druck zu senken.
  2. Lasertherapie (SLT): Eine moderne, schonende Laserbehandlung, die den Abfluss des Kammerwassers verbessern kann. Die SLT spricht besonders gut auf das häufige Offenwinkelglaukom an.
  3. Operation: In manchen, fortgeschrittenen Fällen.

Häufige Fragen zum Glaukom (Grüner Star)

Nein. Der durch das Glaukom verursachte Sehverlust ist irreversibel – was verloren ist, bleibt verloren. Darum ist die frühe Erkennung so wichtig.

Nein. Glaukom schädigt den Sehnerv dauerhaft und ist gefährlicher. Der Graue Star ist eine trübe Linse, die chirurgisch entfernt und ersetzt werden kann, wodurch das Sehvermögen oft vollständig wiederhergestellt wird.

Ja, wenn Sie ein höheres Alter, eine familiäre Vorbelastung, Diabetes oder eine starke Kurzsichtigkeit haben, sollten Sie Ihre Augen besonders regelmäßig kontrollieren lassen.

Das chronische Glaukom verursacht in der Regel keine Schmerzen. Nur der seltene, akute Glaukomanfall geht mit heftigen Schmerzen einher.

Alle modernen Therapieoptionen des Glaukoms, einschließlich der Laserbehandlung (SLT), finden Sie auf unserer Seite: Glaukom SLT Laser Therapie

Frühe Erkennung rettet Ihr Sehvermögen

Wenn Sie Veränderungen Ihres Sehens bemerken oder zu einer Risikogruppe gehören, vereinbaren Sie einen Termin für eine umfassende Glaukom-Vorsorgeuntersuchung.